Studierende, Lehramtsanwärter und Berufstätige, die nebenbei unterrichten möchten.
Nachhilfe geben
Fachwissen ist die Voraussetzung, nicht die Leistung. Die Leistung besteht darin, einen Fehler zu verstehen, den man selbst nie gemacht hat.
Was tatsächlich verlangt wird
1
Den Fehler finden, nicht die Lösung zeigen
Die meisten Anfänger rechnen vor. Das versteht der Schüler in dem Moment und kann es eine Woche später nicht. Die eigentliche Arbeit ist die Frage: Zeig mir, wie du angefangen hast — und dann die Geduld, die Antwort abzuwarten.
2
Den Lehrplan der Schulform kennen
Nicht auswendig, aber die Systematik: Was kam vorher, was kommt als Nächstes? Wer das nicht weiß, übt am aktuellen Kapitel statt an der Lücke, die zwei Jahre zurückliegt.
3
Verlässlichkeit
Der häufigste Grund, warum Familien wechseln, ist nicht fachliche Schwäche, sondern verschobene Termine. Wer in Prüfungsphasen absagen muss, sagt das besser vorher als kurzfristig.
4
Mit Eltern reden können
Kurze, ehrliche Rückmeldungen — auch die unangenehme, dass in vier Wochen keine bessere Note zu erwarten ist. Wer zu viel verspricht, verliert das Mandat schneller, als er es aufbauen konnte.
Was sich verdienen lässt
Am Markt liegt der Medianpreis für Nachhilfe bei rund 20 € pro Zeitstunde, mit deutlichen Unterschieden zwischen Städten, Fächern und Klassenstufen; die Spanne zwischen den untersuchten Großstädten reicht von 15,00 € bis 24,50 €. Was Familien zahlen, ist allerdings nicht dasselbe wie das, was bei einer Lehrkraft ankommt: Bei Instituten und Vermittlungsplattformen geht ein Teil an den Anbieter. Die Zahlen mit Quelle stehen auf der Preisseite.
- Höher liegen die Sätze in Oberstufe und Abiturvorbereitung, besonders in Mathematik und Physik.
- Niedriger liegen sie in der Grundschule, wo die Stunden zugleich kürzer sind.
- Vorbereitungszeit wird selten bezahlt, fällt aber an — bei neuen Themen realistisch eine halbe Stunde je Termin.
- Fahrzeit ist der größte unbezahlte Posten. Wer online unterrichtet, verliert sie nicht.
Steuern und Anmeldung
Ob die Tätigkeit anzumelden ist und wie sie steuerlich behandelt wird, hängt von Umfang, Auftraggeber und eigener Situation ab — bei Minijob, freiberuflicher Tätigkeit oder Übungsleiterregelung gelten jeweils andere Grenzen. Das klären Finanzamt oder Steuerberatung verbindlich, nicht ein Ratgeber und nicht das Internet.
Die häufigsten Anfängerfehler
- Die ganze Stunde reden. Wer mehr als die Hälfte der Zeit spricht, unterrichtet sich selbst.
- Hausaufgaben abarbeiten statt Lücken schließen — das fühlt sich produktiv an und ändert nach drei Monaten nichts.
- Zu weit zurückgehen. Wer bei einem Achtklässler das Einmaleins prüft, verliert ihn, bevor er anfängt.
- Keine Notizen. Ohne kurzes Protokoll weiß niemand nach sechs Wochen, was schon saß und was nicht.
- Erfolg an der nächsten Arbeit messen. Zwei bis drei Klassenarbeiten sind der realistische Horizont, und das gehört der Familie gesagt.
Wer bei uns unterrichten möchte, bewirbt sich über Lehrkraft werden — mit Fächern, Klassenstufen und den Zeiten, die regelmäßig frei sind. Unterrichtet wird per Video, feste Wochentermine am Nachmittag und frühen Abend.
Kurz gefragt
Braucht man ein Studium, um Nachhilfe zu geben?
Wie viele Stunden pro Woche sind neben dem Studium realistisch?
Was verlangt man als Anfänger?
Online oder vor Ort unterrichten?
Stand der Angaben: . Schulrechtliche Auskünfte ersetzen nicht das Gespräch mit der Schule.
Weiterlesen
- PreiseWas Nachhilfe in Deutschland kostet: Medianpreis, Spanne zwischen den Bundesländern, Institutspreise. Dazu die fünf Fragen, die jedes Angebot vergleichbar machen.
- So läuft esVom Erstgespräch bis zur festen Wochenstunde: wie Online-Nachhilfe bei uns abläuft, welche Technik nötig ist und in welchen Fällen wir abraten.
Erstgespräch anfragen
Bundesland, Klasse und Fach genügen für den Anfang. Daraus wird eine Einschätzung: was im dortigen Schulsystem ansteht, woran es hakt und wer dafür die passende Lehrkraft ist.
- Zwanzig Minuten, ohne Kosten
- Feste Wochentermine ab dem Nachmittag
- Erst danach entscheiden Sie