Prüfungsjahrgänge und ihre Eltern, kurz vor mittlerem Abschluss oder Abitur.
Die letzten Wochen vor der Prüfung
Vier Wochen vor einer Abschlussprüfung ist die Frage nicht mehr, wie viel man lernt, sondern was. Falsch geplant, kostet dieser Monat mehr Nerven als er Punkte bringt.
Was sich noch bewegen lässt, und was nicht
| Realistisch in vier Wochen | Nicht realistisch |
|---|---|
| Prüfungsformate sicher beherrschen | Ein Fach von Grund auf aufholen |
| Bekannte Aufgabentypen unter Zeit üben | Zwei Jahre Stoff lückenlos wiederholen |
| Die eigenen häufigsten Fehler abstellen | Eine neue Lernmethode etablieren |
| Formelsammlung und Hilfsmittel sicher nutzen | Ein schwaches Fach in ein starkes verwandeln |
Die linke Spalte bringt Punkte. Die rechte kostet Zeit, die der linken fehlt.
Weil die Halbjahresergebnisse in den meisten Ländern den größeren Teil der Gesamtnote ausmachen, ist die Prüfung ohnehin nicht der Ort, an dem eine Laufbahn entschieden wird. Diese Einordnung nimmt Druck und stimmt sachlich.
Mit den richtigen Aufgaben üben
Jedes Land veröffentlicht Aufgaben aus vergangenen Prüfungen oder stellt Beispielaufgaben bereit. Damit zu arbeiten ist wirksamer als jedes Lehrbuch — allerdings nur mit den Aufgaben des eigenen Landes. Formate und Bewertungsraster unterscheiden sich, auch wenn ein Teil der Aufgaben aus einem gemeinsamen Pool der Länder stammt.
Geübt wird unter echten Bedingungen: feste Zeit, erlaubte Hilfsmittel, kein Nachschlagen. Die anschließende Fehleranalyse ist der eigentliche Lerngewinn, nicht das Lösen selbst.
Zeitdruck in der Prüfung
- Erste fünf Minuten: alle Aufgaben überfliegen und die sichere zuerst bearbeiten. Das bringt Punkte und beruhigt.
- Pro Aufgabe ein Zeitbudget setzen und es einhalten, auch wenn etwas unfertig bleibt.
- Teilpunkte mitnehmen: angefangene Rechenwege und begonnene Argumentationen werden bewertet, leere Felder nicht.
- Am Ende zehn Minuten für das Prüfen der Fragen reservieren, nicht für das Überarbeiten der Antworten.
Wenn Prüfungsangst über Nervosität hinausgeht — Blackout, Panik, körperliche Symptome —, ist das ein Fall für die Beratungslehrkraft oder den schulpsychologischen Dienst, nicht für Nachhilfe. Diese Stellen sind kostenlos und in allen Ländern eingerichtet.
Kurz gefragt
Wie viele Stunden am Tag sind sinnvoll?
Lohnt sich ein Intensivkurs in den Ferien?
Wo finde ich Prüfungsaufgaben meines Landes?
Stand der Angaben: . Schulrechtliche Auskünfte ersetzen nicht das Gespräch mit der Schule.
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Erstgespräch anfragen
Bundesland, Klasse und Fach genügen für den Anfang. Daraus wird eine Einschätzung: was im dortigen Schulsystem ansteht, woran es hakt und wer dafür die passende Lehrkraft ist.
- Zwanzig Minuten, ohne Kosten
- Feste Wochentermine ab dem Nachmittag
- Erst danach entscheiden Sie