Eltern und Schüler, die nach einer enttäuschenden Arbeit wissen wollen, was konkret zu tun ist.
Nach der Klassenarbeit
Die meisten Arbeiten verschwinden nach einem Blick auf die Note im Ordner. Dabei steht darin genauer als irgendwo sonst, was als Nächstes zu üben ist.
Drei Arten von Fehlern
Jeder Fehler in einer Arbeit gehört in genau eine dieser Gruppen. Die Sortierung dauert eine Viertelstunde und entscheidet, was geübt wird.
1
Flüchtigkeit
Das Kind kann es, hat es aber falsch hingeschrieben: Vorzeichen, Abschreibfehler, vergessene Teilaufgabe. Erkennbar daran, dass es den Fehler beim zweiten Hinsehen selbst findet. Hier hilft kein neuer Stoff, sondern eine Prüfroutine am Ende.
2
Lücke
Das Kind kann es nicht, auch nicht mit Zeit. Erkennbar daran, dass es die richtige Lösung nicht erklären kann, wenn man sie zeigt. Hier liegt die eigentliche Arbeit, und oft liegt die Ursache ein oder zwei Kapitel früher.
3
Aufgabe missverstanden
Das Kind hat etwas Richtiges geliefert, aber nicht das Verlangte: beschrieben statt begründet, eine Größe statt der anderen berechnet. Hier geht es ums Lesen, nicht ums Fach.
Wie sich das Lesen von Aufgaben üben lässt, steht im Beitrag über Textaufgaben.
Die Punkte zählen
Zählen Sie, wie viele Punkte auf jede der drei Gruppen entfallen. Liegt der größte Teil bei der Flüchtigkeit, ist die Note schlechter als das Können. Liegt er bei der Lücke, ist sie leider ehrlich.
Berichtigen, ohne abzuschreiben
Die übliche Berichtigung — die richtige Lösung aus dem Tafelbild ins Heft übertragen — bringt wenig, weil sie kein Nachdenken verlangt. Wirksamer ist ein anderer Ablauf: Die Aufgabe wird ohne Vorlage neu gelöst, und erst danach wird verglichen.
- Zu jedem Fehler ein Satz: Was habe ich gemacht, was hätte ich machen müssen?
- Für jede Lücke zwei neue Aufgaben desselben Typs aus dem Buch, nicht dieselbe Aufgabe noch einmal.
- Nach einer Woche die ursprüngliche Aufgabe erneut, ohne Blick in die Berichtigung. Erst jetzt zeigt sich, ob es sitzt.
Wie es zu Hause gut läuft
Die Rückgabe einer schlechten Arbeit ist nicht der richtige Moment für die Auswertung. Ein Tag Abstand hilft allen. Und die erste Frage sollte nicht lauten, warum es schiefging, sondern welche Aufgabe am meisten geärgert hat — da ist die Bereitschaft am größten, genauer hinzuschauen.
Zeigen sich über zwei oder drei Arbeiten dieselben Lücken, ist das der Punkt, an dem Unterstützung von außen sinnvoll wird. Bringen Sie die Arbeiten zum Erstgespräch mit; sie sagen mehr als jede Zeugnisnote.
Kurz gefragt
Muss mein Kind jede Arbeit berichtigen?
Was, wenn die Fehler überall verstreut sind?
Darf man eine Bewertung anzweifeln?
Stand der Angaben: . Schulrechtliche Auskünfte ersetzen nicht das Gespräch mit der Schule.
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Erstgespräch anfragen
Bundesland, Klasse und Fach genügen für den Anfang. Daraus wird eine Einschätzung: was im dortigen Schulsystem ansteht, woran es hakt und wer dafür die passende Lehrkraft ist.
- Zwanzig Minuten, ohne Kosten
- Feste Wochentermine ab dem Nachmittag
- Erst danach entscheiden Sie