Eltern von Kindern der Klassen 3 bis 7, deren Aufsätze inhaltlich gut sind und trotzdem abgewertet werden.
Rechtschreibung üben
Rechtschreibung ist kein Talent. Sie ist ein überschaubarer Satz von Regeln, der bei den meisten Kindern an drei oder vier Stellen hakt.
Vier Bereiche, aus denen die meisten Fehler kommen
1
Lange und kurze Vokale
Doppelter Mitlaut, Dehnungs-h, ie: Das ist kein Auswendiglernen, sondern Hören. Wer die Silbe klatscht und den Vokal dehnt, entscheidet die meisten dieser Fälle selbst richtig.
2
Groß- und Kleinschreibung
Ab Klasse 4 die häufigste Fehlerquelle, weil nicht Wörter entscheiden, sondern ihre Rolle im Satz. Die Frage lautet nie, ob ein Wort ein Nomen ist, sondern ob es an dieser Stelle wie eines gebraucht wird.
3
Das oder dass
Eine einzige Regel mit einer verlässlichen Probe: Lässt sich dieses, jenes oder welches einsetzen, ist es das mit einem s. Fünf Minuten erklärt, drei Wochen geübt, danach dauerhaft sicher.
4
Zeichensetzung bei Nebensätzen
Kommt mit den Satzgefügen ab Klasse 5 und bleibt bis zum Abschluss relevant. Wer Haupt- und Nebensatz erkennt, setzt die Kommas richtig; wer sie nach Gefühl setzt, bleibt fehleranfällig.
Wie geübt wird, damit es bleibt
- Eigene Texte korrigieren statt fremde Wörter schreiben — Fehler im eigenen Aufsatz prägen sich anders ein.
- Eine Fehlerkartei führen: jedes Wort, das zweimal falsch war, kommt hinein, der Rest nicht.
- Kurz und häufig: zehn Minuten an fünf Tagen schlagen eine Stunde am Sonntag deutlich.
- Laut lesen, was geschrieben wurde. Die Hälfte der Kommafehler und fast alle verdrehten Sätze fallen dabei selbst auf.
In der Grundschule kommt die Leseflüssigkeit dazu: Wer stockend liest, schreibt auch stockend und macht mehr Fehler. Zehn Minuten Vorlesen am Tag wirken auf die Rechtschreibung stärker als jedes Arbeitsblatt.
Wann mehr dahintersteckt
Wenn ein Kind trotz regelmäßiger Übung über Monate auf demselben Stand bleibt, wenn dasselbe Wort im selben Text unterschiedlich geschrieben wird oder wenn das Lesen deutlich langsamer ist als bei Gleichaltrigen, sollte eine Lese-Rechtschreib-Schwäche abgeklärt werden. Das ist kein Nachhilfefall, sondern gehört in eine Diagnostik.
Für den Nachteilsausgleich und den Notenschutz gelten in jedem Bundesland eigene Regelungen, meist mit Antrag über die Schule. Welche Stelle zuständig ist und was der Schule vorliegen muss, steht auf den Landesseiten.
Unser Vorgehen
Wir unterrichten Rechtschreibung als Regelarbeit und sagen es offen, wenn der Verdacht auf eine Schwäche besteht. Eine Diagnose stellen wir nicht, und wir ersetzen keine Lerntherapie.
Kurz gefragt
Ab welcher Klasse lohnt sich gezieltes Rechtschreibtraining?
Helfen Rechtschreib-Apps?
Zählt Rechtschreibung in anderen Fächern?
Stand der Angaben: . Schulrechtliche Auskünfte ersetzen nicht das Gespräch mit der Schule.
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Erstgespräch anfragen
Bundesland, Klasse und Fach genügen für den Anfang. Daraus wird eine Einschätzung: was im dortigen Schulsystem ansteht, woran es hakt und wer dafür die passende Lehrkraft ist.
- Zwanzig Minuten, ohne Kosten
- Feste Wochentermine ab dem Nachmittag
- Erst danach entscheiden Sie